03.11.2022

Was tun gegen die Kostenexplosion?

Mitte Oktober startete die SPÖ Meidling mit einem neuen Informationsformat: den „Club 12 – darüber spricht Meidling“. Der Vorsitzende Jörg Neumayer begrüßte sowohl die Anwesenden vor Ort, als auch die Teilnehmer:innen online auf Facebook und Youtube mit den Worten: „Wir wollen hier kritische Diskussionen führen und vor allem lösungsorientiert arbeiten.“

Durch den Abend führte Christina Müller, von der Themeninitiative Vorwärts Europa. Sie hatte viele Fragen zum Thema Teuerung, das ganz Österreich interessiert, für unsere vier Gäste vorbereitet.

Der ehemalige EU Abgeordnete und Osteuropaexperte Hannes Swoboda zeichnete die Schwierigkeiten von Merit Order und Preisdeckeln auf. Seiner Meinung nach gibt es mehrere Möglichkeiten, jetzt der Teuerung im Energiesektor zu begegnen, aber es müsse sehr bald etwas geschehen. Ein Ansatz dazu wäre jedenfalls die Abschöpfung von Übergewinnen.

Christina Brichta-Hartmann, Energieexpertin der AK, klärte auf, dass 60 Prozent der Inflation durch die Erhöhung des Strompreises entsteht. Ein Strompreisdeckel für Gaskraftwerke nach dem Spanischen Modell funktioniert und zeigt dort bereits Wirkung, daher sollten wir einen solchen auch in Österreich einsetzen.

Gemeinderätin Gabi Mörk gab als Sozialsprecherin einen guten Überblick, welche Leistungen die Stadt Wien gegen die Teuerung bereits gesetzt hat um sozial Schwächere zu unterstützen. Näheres unter www.spoe.wien/wien-gibt-kraft. Dass die Stadt Wien und ihre Unternehmen die Preise und Gebühren erhöhen mußten, ist bitter, aber leider aus wirtschaftlichen Gründen notwendig. Es wird jedoch alles versucht, jenen zu helfen, die es am nötigsten brauchen.

Abgeordneter zum Nationalrat Christoph Matznetter bringt es auf den Punkt: „In Krisenzeiten funktioniert der freie Markt nicht mehr. Hier muss regulierend eingegriffen werden. Wir brauchen einen Strom- und Gaspreisdeckel. Die Regierung schaut nur zu und wartet ab. Die Pensionserhöhung von 5,8 Prozent plus Einmalzahlungen ist eine Pensionskürzung, die die Kaufkraft mindert. Da muss man sehr aufpassen, um nicht immer stärker in eine Rezession gezogen zu werden, die unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig schadet.“

Eine Online-Umfrage gegen Ende der Veranstaltung ergab, dass sich die Teilnehmer:innen nun besser über das Thema informiert fühlten. Trotzdem war die gut 90 Minuten dauernde Veranstaltung eindeutig zu kurz, die vielen noch offenen Fragen zu beantworten. Wir bleiben dran, versprochen!

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